Der richtige Schnitt der Clematis

Die Clematis ist recht kompliziert zu schneiden, denn es gibt unzählige verschiedene Sorten, die allesamt unterschiedlich geschnitten werden müssen. Die großblumigen Hybriden beispielsweise müssen nur leicht zurückgeschnitten werden, die Sommerblüher sehr stark und die Wildarten der Clematis brauchen so gut wie keinen Rückschnitt. Deshalb soll an dieser Stelle kurz darüber aufgeklärt werden, wie man die Clematis richtig schneidet.

Die Blütezeit ist entscheidend

Für die Auswahl der geeigneten Schnittmethode ist die Blütezeit entscheidend. Arten, die zwischen Mitte und Ende Juni die ersten Blüten austreiben, gehören, ebenso wie der Sommerflieder, zu den Sommerblühern. Sie bilden ihre Blüten am neuen Holz aus, das sind die Knospen, die sich erst im vorangegangenen Winter gebildet haben.

Wenn die Blütezeit jedoch bereits im Mai liegt, bedeutet das, dass die Blüten aus dem alten Holz stammen. Die Knospen haben sich also bereits im Vorjahr gebildet, an deutlich älteren Trieben. Zu dieser Gruppe zählen die so genannten großblumigen Hybriden, sowie die Wildformen Alpen-Waldreben und Anemonen-Waldreben.

Die sommerlichen Clematis schneiden

Um die im Sommer blühenden Clematis richtig zu schneiden, ist der Termin entscheidend. Für italienische Waldreben hat sich der Februar als optimaler Zeitpunkt für den Rückschnitt bewährt. Diese Pflanzen müssen recht kräftig zurückgeschnitten werden, um künftig wieder in ihrer vollen Pracht zu erstrahlen. Von den Haupttrieben sollten dabei maximal 30 bis 50 Zentimeter stehen bleiben, dann erhält man eine sehr üppige Blüte an langen Trieben. Wird der Rückschnitt nicht durchgeführt, kann es dazu führen, dass die Triebe von unten her kahl werden. Binnen weniger Jahre sind nur noch selten und wenige Blüten an der Clematis zu bewundern, was sehr schade wäre.

Einige Clematis blühen auch zwei Mal im Jahr. In diesem Fall werden die Blüten jeweils am alten und neuen Holz ausgebildet. Sie können ebenso, wie oben beschrieben zurückgeschnitten werden. Jedoch muss man sich dann darüber im Klaren sein, dass die Frühlingsblüte unterdrückt wird. Die Sommerblüte dagegen fällt umso üppiger aus.

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